Leinpresskuchen
Teilentöltes Nebenprodukt der Leinölgewinnung mit hohem Gehalt an Proteinen, Ballaststoffen und funktionalen Restfetten. Verfügbar in Bio- und konventioneller Qualität.

Leinpresskuchen entsteht bei der Kaltpressung von Leinsamen, bei der ein großer Teil des Öls extrahiert wird und ein pressstoffreicher Rückstand übrig bleibt. Typisch weist der Presskuchen einen Restölgehalt von 6–15 % auf und enthält 30–40 % Protein, ergänzt durch Ballaststoffe, Mineralstoffe und bioaktive Komponenten wie Lignane. Durch neuartige Verfahren kann der Gehalt an cyanogenen Glycosiden (Vorstufen von Blausäure) auf ein sicheres Niveau reduziert werden, womit Verarbeitung und Verwendung auch in Lebensmittelanwendungen technisch realisierbar sind.
In der Lebensmittelindustrie lässt sich Leinpresskuchen (fein vermahlen) als Proteinkomponente, Ballaststofflieferant oder technischer Träger in Backwaren, Fleischersatzprodukten, Snacks und Mehlmischungen nutzen. Im Futtermittelbereich ist er als energiereiche eiweiß‑ und faserhaltige Ergänzung gefragt, z. B. in Mischfuttern für Wiederkäuer, Pferde oder Geflügel. Durch seinen verbliebenen Ölanteil liefert er zusätzlich essenzielle Fettsäuren und unterstützt funktionelle Rezepturziele.
Qualität:bio, konventionell
Branchen: Lebensmittel, Futtermittel
Eigenschaften: proteinreich, ballaststoffreich, teilweise fetthaltig, lignanreich, technisch funktional
